Zeilklipper Pouwel Jonas
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Logboek Pouwel Jonas

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Segeltörn CTS
Nach neunstündiger, entspannter Busfahrt aus der süddeutschen Provinzstadt Crailsheim im Hafendorf Makkum angekommen, thronte die Pouwel Jonas mit dem längsten Masten des Hafens über den anderen Klippern und Segeljachten. Der herzliche Empfang der Crew vermittelte uns ein gutes Gefühl für die kommenden Tage.

Als die Kajüten belegt waren sollten die Kneipen und Bars der Hafenstadt, oder besser gesagt des Hafendorfs nicht unbesucht bleiben.
CTSAm ersten Segeltag wurde endlich voller Euphorie und Erwartungen in Makkum, inklusive eines kleinen Lackschadens am Nachbarschiff, abgelegt. Skipper Henri und Matrose Marko wiesen die Gruppe aus 24 Schülern in die Künste des Segelns ein und stellten beim ersten Arbeitseinsatz klar, dass dies keine, in neudeutsch ausgedrückt „gechillte“ Kreuzfahrt werden würde. Das Ruder durfte von Anfang an von uns „Landratten“ bedient werden. So ging der erste Tag auf See zu Ende und der Klipper lief gegen Spätnachmittag in Medemblik ein. Dort wurde auch die Nacht verbracht, selbstverständlich blieben die Pubs und Bars auch hier nicht unbesucht.

Am zweiten Segeltag legten wir mit voller Vorfreude gegen 10 Uhr Ortszeit ab. Die Mannschaft beherrschte bereits viele Grundlagen und Handgriffe die das Steuern und Segeln auf der Pouwel Jonas ermöglichten. So kam es zustande, dass einige unserer Steurmänner ihre Geschwindigkeitsrekorde immer weiter überboten; 6,8 Knoten standen am Ende des Tages maximal an. Auf unsere Bitte hin legte Henri öfters eine Ankerpause ein um, zu Baden, eine Runde mit dem Kanu zu paddeln oder um sich auf Deck etwas bei tollem Wetter zu Sonnen. Dies ist der Grund, dass Ankerpausen immer eine willkommene Abwechslung gegenüber dem etwas eintönigen, aber keineswegs langweiligen, Geradeausfahren mit dem Segelboot waren. Schliesslich landeten wir in Enkhuizen, wo wieder die Bars und Pubs, aber auch die sehr sehr schöne Stadtkulisse erwähnt werden sollten.
Am leider schon vorletzten Tag unseres Törns stand die Fahrt zu der etwas größeren Hafenstadt Hoorn an. Skipper und Matrose beschlossen uns ohne ihr Zutun segeln zu lassen. Sie stellten die Behauptung auf, dass wir es nie nach Hoorn schaffen würden und deshalb irgendwann vor der Nach auf See ankern müssten, was uns allerdings erst mitgeteilt wurde, als wir bereits in Hoorn angekommen waren und die Schnapsprobe eines Klassenkameraden genossen. Kurz nach uns lief in Hoorn ein großer Viermaster ein, der fast nur mit netten und hüpschen Mädchen besetzt war. Mit einem todsicheren Anmachspruch, Marke: „Rapunzel, lass dein Haar herunter“ wurde der Abend gelungen eingeläutet und erst spät wieder beendet. Dies schmälerte die Motivation aufzustehen erheblich, jedoch stand das Früstück am letzten Segeltag bereits um sieben Uhr auf dem Tisch. Ablegen und los gings, Segel hissen, Kurs einstellen, Schleusen. Gegen Nachmittag musste mit dem bordeigenen Triebwerk nachgeholfen werden, was dazu führte, dass wir schon gegen 18 Uhr im Heimathafen des Klippers anlegen konnten.
Alles in allem war der Segeltörn auf der Pouwel Jonas ein unvergessliches, tolles, um nicht zu sagen geniales Erlebnis, von dem wir noch alle lange erzählen werden. Vielen Dank an die Crew: Henri, Marko, Laura und die kleine Biene Maya.